Titel: Windwheel (AT)

Format/Genre: Feature Animation, Fantasy/Coming-Of-Age

Zielgruppe: Kinder ab 8 Jahren [das Filmkonzept wurde erfolgreich mit der jungen Zielgruppe getestet > mehr lesen]

Status: 30-seitiges Treatment, entwickelt innerhalb der "Akademie für Kindermedien" 

 

Logline:

Die neugierige Juna (10) entdeckt kleine, bedrohliche Veränderungen auf ihrer Insel, doch ihr Vater, der letzte der einst glorreichen Windradhüter-Gilde, will ihr nicht glauben. Als dieser spurlos verschwindet und Juna allein zurücklässt, macht sie sich auf eine gefährliche Suche. Diese führt sie in den Mittelpunkt der Welt, wo sie auf die Sünden ihrer Vorfahren und zugleich die Quelle aller Veränderungen stößt. Erst wenn sie sich von den Lügen ihres Vaters befreit, kann sie ihre sterbende Welt retten. Eine Heimat, erbaut auf dem Rücken des letzten Weltenleviathans.

 

Pitchline:

Greta Thunberg trifft auf Jule Verne in einer nordisch geprägten, Ghibli-esken Welt. Ein Fantasyabenteuer, das alle physikalischen Grenzen sprengt, erzählt als spannende Endzeitsaga, in dem Kinder erkennen müssen, dass Eltern keine perfekten Wesen sind, sondern manchmal von ihren Kindern lernen müssen.

 

Writer's Note

Die für mich zentralen Themen sind die Auswirkungen von Lügen auf Kinder und die manchmal nötige, frühe Emanzipierung von Kindern und Jugendlichen von ihren Eltern. Anstatt zuzuhören, reagieren Eltern und Erwachsene nicht selten defensiv, wenn Kinder die Initiative ergreifen und sie auf ihre Probleme und Verfehlungen hinweisen. Dabei steht die Wahrheit auf ihrer Seite. Zudem ist mir ein metaphorischer Bezug zu unseren Alltagswelt wichtig, ohne dabei aber zu reale Assoziationen zu wecken. Der Unterhaltungsfaktor soll trotz allem im Vordergrund stehen. 

 

Beim Praxistest mit 30 Sechstklässlern stieß der Stoff auf enorm positive Reaktionen. So tauchten sie direkt in die Erlebniswelt der Figuren ein, erkannten die genannten Bezüge und begannen über die physikalischen Möglichkeiten der Fantasiewelt zu diskutieren. Ich war beeindruckt, wie schnell sie die Geschichte aufnahmen und wie komplex ihre eigenen Ideen dazu waren. Vor allem, wie überragend positiv die Reaktionen auf die Auflösung am Ende ausfielen, wo offenbart wird, dass Junas sterbende Welt ein Leviathan ist, also ein echtes, fühlendes Lebewesen.

 

Nicht zuletzt ist „Windwheel“ aus einem persönlichen Bedürfnis entstanden, eine Geschichte über Windräder zu schreiben. Diese besonderen, für Deutschland so prägenden, anmutigen aber auch mystischen Gebilde. Elegant, sauber, friedlich. Knapp 30.000 drehen mittlerweile hierzulande ihre Kreise, jedes einzelne mit der Kraft, die Fantasie von Jung und Alt zu beflügeln

 

Wissenswertes: 

  • Gefördert durch den Förderverein Deutscher Kinderfilme e.v., entwickelt innerhalb Akademie für Kindermedien 17/18.
  • Ein Videospielkonzept auf Basis des entwickelten Filmtreatments ist in Arbeit, ein Indie-Adventure-Mix aus "Broken Ages" und "FAR: Lone Sails".